Anekdoten

Die Schere

Ein Kellner hat in Erinnerung an die dürftige Zeit nach dem 2. Weltkrieg die Schere sarkastisch als sein "wichtigstes Arbeitsmittel" bezeichnet. Er schrieb:

"Ein Ruhmesblatt in der Geschichte der Gastronomie war sie nicht, die Schere. Aber sie gehörte über 15 Jahre lang zu den Utensilien der Kellner und war dazu bestimmt, Fleisch-, Fett-, Nährmittel-, Mehl- und Zuckerabschnitte von den kargen Lebensmittelkarten, die der Gast vorzulegen hatte, abzutrennen. Meist an einer schwarzen Schnur, einem Bändchen oder einer kleinen Kette getragen, baumelte sie am deutschen Kellner-Einheitsanzug. Serviererinnen befestigen das Bändchen am Schürzenband oder mit einer Sicherheitsnadel irgendwo."

Erinnerungen eines Kellners