20.02.2014

„Salon bei Mendelssohn“ in Auerbachs Keller Leipzig.

Leipzig – Der Komponist Felix Mendelssohn Bartholdy hat viele Spuren in Leipzig hinterlassen. Obwohl er sich nicht in den Gästebüchern des Auerbachs Keller Leipzig verewigt hat, gilt als sicher, dass auch er das Traditionsgasthaus besucht hat. Verbrieft ist eine Einladung an seine Schwester Fanny zu einem „Wiedersehen in Auerbachs Kellerstadt“. Zur Erinnerung an den berühmten Gast gibt es am Sonntag, 16. März, eine besondere Premiere: Der Auerbachs Keller lädt zum „Salon bei Mendelssohn“.

Der musikalisch-kulinarische Vormittag beginnt um 11 Uhr mit einem einstündigen Konzert im Musikzimmer des Mendelssohn-Hauses, Goldschmidtstraße 12. Im Rahmen der Matinée singen die Sopranistin Anna Piontkowsky und die Mezzosopranistin Tanja Höft Lieder aus der Zeit der Romantik. Annegret Reißmann begleitet die Sängerinnen am Klavier. Anschließend holt der Haushistoriker des Auerbachs Keller, Bernd Weinkauf, die Gäste vom Konzert ab und geht mit ihnen zu Fuß zur nahe gelegenen Mädler-Passage. Hier wird ab 12.30 Uhr im historischen Fasskeller ein Drei-Gang-Menü serviert. Auf der Speisekarte steht unter anderem das Beste vom Rind sowie Nusskuchen mit Mandeleis. Da in einem Salon Speisen und Unterhaltung zusammen gehören, wird Bernd Weinkauf die Gäste mit interessanten und amüsanten Passagen aus Briefen Mendelssohns unterhalten. Dabei erläutert er unter anderem, wie Felix Mendelssohn Bartholdy zu seiner Einschätzung der Leipziger gekommen ist: „Die Leute hier sind so theilnehmend und freundlich, ohne Aufdringlichkeit, wie ichs nur wünschen kann, sie werden mir lieber dadurch.“

Das Arrangement „Salon bei Mendelssohn“ kostet 48 Euro pro Person inklusive Konzert im Mendelssohn-Haus und Drei-Gang-Menü im Fasskeller. Reservierungen sind telefonisch unter 0341-216100 sowie per E-Mail an info@auerbachs-keller-leipzig.de möglich.

Auerbachs Keller in der Mädler-Passage ist die berühmteste Traditionsgaststätte in Leipzig. Bereits 1525 wurde hier an Studenten Wein ausgeschenkt. Seinen Namen erhielt das Lokal nach seinem Gründer, dem Mediziner und Universitätsprofessor Heinrich Stromer von Auerbach (in der Oberpfalz). 1625 ließ sein Enkel Johann Vetzer den Fassritt Fausts auf zwei Tafeln im Kellergewölbe malen. Diese verhalfen der Studentenkneipe zu Weltruhm und inspirierten später Johann Wolfgang Goethe zur Faustdichtung. Während der DDR-Zeit gehörte Auerbachs Keller zu den Prestige-objekten von Leipzig, wo gern ausländische Gäste empfangen wurden. Schwierig war es, spontan einen Platz zu bekommen. 1995 kam es unter neuem Investor zum Konkurs und zeitweiliger Schließung des Hauses. 1996 wurden die Türen des Kellers für die Leipziger und ihre Gäste wiedereröffnet. Seit dem Bestehen von Auerbachs Keller sind hier schätzungsweise rund 92 Millionen Menschen bewirtet worden. Einer amerikanischen Studie zur Folge rangiert Auerbachs Keller unter den zehn bekanntesten Gaststätten der Welt derzeit auf Rang fünf.

Bildzeile: Zum „Salon bei Mendelssohn“ lädt der Auerbachs Keller Leipzig: Nach einem Konzert im Mendelssohn-Haus geht es zum Mittagessen in das Traditionsgasthaus.

Foto: Benjamin Ealovega - Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung/Abdruck honorarfrei

Herausgeber:

Auerbachs Keller Leipzig

Rothenberger Betriebs GmbHGrimmaische Straße 2-4

04109 Leipzig

http://www.auerbachs-keller-leipzig.de/

Kontakt:

Katharina Schaller

Telefon 0341-2161015

Fax 0341-2161026

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