27.01.2014

Lutherweg-Gesellschaft stärkt sich in Traditionsgaststätte

Leipzig – Der Weg ist das Ziel. Das gilt vor allem für Pilger auf dem Lutherweg, der historische Ereignisse aus dem Leben des Reformators nachzeichnet. Für die Organisatoren und Träger des Wanderweges, die so genannte Lutherweg-Gesellschaft, lautete das Ziel dieses Mal aber auch Auerbachs Keller Leipzig. Hier stärkten sich über 70 Vertreter von Kirchen, Kommunen, Tourismusverbänden und Unternehmen aus sechs Bundesländern. Anlass des Treffens in Leipzig war der vierte Lutherwegtag. Themenschwerpunkt: Der Ausbau des Lutherweges. Noch in diesem Jahr ist die Eröffnung einer Wegstrecke in Bayern geplant. Zudem soll es zwei neue Abschnitte auf dem „Lutherweg 1521“ geben, der von der Wartburg bis nach Worms verläuft.

Der Besuch der Gesellschaft in Auerbachs Keller Leipzig kommt nicht von ungefähr. Schließlich ist die Traditionsgaststätte vor rund einem Jahr als erstes Restaurant in Deutschland in die Lutherweg-Gesellschaft aufgenommen worden. Grund für die Aufnahme des Auerbachs Keller Leipzig ist das Lutherzimmer, das das Traditionsgasthaus im Herbst 2011 neu gestaltet hat. Das Lutherzimmer ist ein kleines, aber feines Museum für den Reformator. Pächter Bernhard Rothenberger arbeitet weiter daran, dass Auerbachs Keller als offizielle Lutherstation anerkannt wird. Dann bekommen Pilger, die den Lutherweg bereisen, hier einen besonderen Stempel.

Beim Lutherwegtag in Leipzig diskutierten die Teilnehmer in Arbeitsgruppen unter anderem über die Bedeutung des Pilgerns, über Gestaltungsmöglichkeiten für Wegstationen und die Vermarktung des Weges. Der Lutherweg ist ein Gemeinschaftsprojekt von Kirchen, Tourismusverbänden, Kommunen und weiteren Trägern und richtet sich an Pilger, Wanderer und Besucher, die an der Reformation und ihren Wirkungen interessiert sind.

Auerbachs Keller in der Mädler-Passage ist die berühmteste Traditionsgaststätte in Leipzig. Bereits 1525 wurde hier an Studenten Wein ausgeschenkt. Seinen Namen erhielt das Lokal nach seinem Gründer, dem Mediziner und Universitätsprofessor Heinrich Stromer von Auerbach (in der Oberpfalz). 1625 ließ sein Enkel Johann Vetzer den Fassritt Fausts auf zwei Tafeln im Kellergewölbe malen. Diese verhalfen der Studentenkneipe zu Weltruhm und inspirierten später Johann Wolfgang Goethe zur Faustdichtung. Während der DDR-Zeit gehörte Auerbachs Keller zu den Prestige-objekten von Leipzig, wo gern ausländische Gäste empfangen wurden. Schwierig war es, spontan einen Platz zu bekommen. 1995 kam es unter neuem Investor zum Konkurs und zeitweiliger Schließung des Hauses. 1996 wurden die Türen des Kellers für die Leipziger und ihre Gäste wiedereröffnet. Seit dem Bestehen von Auerbachs Keller sind hier schätzungsweise rund 92 Millionen Menschen bewirtet worden. Einer amerikanischen Studie zur Folge rangiert Auerbachs Keller unter den zehn bekanntesten Gaststätten der Welt derzeit auf Rang fünf.

Bildzeile: Teilnehmer des Lutherwegtages werben in Leipzig für den "Lutherweg 1521", der an Luthers historischen Weg von der Wartburg nach Worms erinnert.

Foto: Johannes Killyen – Abdruck honorarfrei

Herausgeber:

Auerbachs Keller Leipzig

Rothenberger Betriebs GmbHGrimmaische Straße 2-4

04109 Leipzig

http://www.auerbachs-keller-leipzig.de/

Kontakt:

Katharina Schaller

Telefon 0341-2161015

Fax 0341-2161026

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