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23.10.2006

Michelle Bachelet war zu Gast im Auerbachs Keller Leipzig

Leipzig – Sicherheitsstufe Eins herrschte kürzlich in Leipzigs Traditions-Gasthaus Auerbachs Keller. Der Grund: Im Rahmen ihres Deutschlandbesuches kam die Chilenische Präsidentin Michelle Bachelet mit einer Delegation zum Mittagessen in den Fasskeller des historischen Restaurants. Begleitet wurden die Staatschefin unter anderem von Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt, dem Oberbürgermeister der Stadt Leipzig Burkhard Jung sowie mehreren Chilenischen Ministern. Nachdem Bachelet zunächst zum Mittagessen in den Fasskeller ging, trug sie sich danach  im Lutherzimmer in das Gästebuch vom Auerbachs Keller Leipzig ein (siehe Bild). Bernhard Rothenberger überreichte ihr als kleines Geschenk die Chronik des Auerbachs Keller. Küchenchef Sven Hofmann und sein Team hatten sich für die Gäste ein „Herbstliches Drei-Gang-Menü“ ausgedacht: Als Vorspeise gab es Kürbisschaumsuppe mit Kernöl und gerösteten Kürbiskernen. Zum Hauptgericht rosa gebratenes Rehrückenfilet auf Selleriepüree mit Quittenchutney und Haselnussspätzle. Als Dessert ließen sich die Gäste marmoriertes Schokoladenparfait an Gewürzfeigen schmecken. Dazu servierten die Servicemitarbeiter weißen und roten Wein aus Sachsen. Kellerpächter Bernhard Rothenberger freute sich über den hohen Besuch, zumal die Chilenische Präsident selbst den Wunsch geäußert hatte, im Auerbachs Keller zu speisen. Während der Pinochet-Diktatur hatte Michelle Bachelet mehrere Jahre im Exil in der DDR gelebt und unter anderem in Leipzig studiert. Während ihres Leipzigbesuches erhielt sie die Universitätsmedaille und nahm an einem Energieforum teil.

 

Der Auerbachs Keller in der Mädlerpassage ist die berühmteste Traditionsgaststätte in Leipzig. Bereits 1525 wurde hier an Studenten Wein ausgeschenkt. Seinen Namen erhielt das Lokal von seinem Gründer, dem Mediziner und Universitätsprofessor Heinrich Stromer von Auerbach (Oberpfalz). 1665 ließ sein Urenkel Johann Vetzer den Fassritt Fausts auf zwei Tafeln im Kellergewölbe malen. Diese inspirierten später Johann Wolfgang Goethe zur Faustdichtung und verhalfen der einstigen Studentenkneipe zu Weltruhm. Während der DDR-Zeit war der Auerbachs Keller vorwiegend eine Messegaststätte für westliche Besucher, die in Devisen zahlen mussten. Nach der Wende kam es unter neuem Investor zum Konkurs und zeitweiliger Schließung des Hauses. 1996 wurden die Türen des Kellers für die Leipziger und ihre Gäste wiedereröffnet. Seit dem Bestehen des Auerbachs Keller sind hier schätzungsweise rund 92 Millionen Menschen bewirtet worden. Einer amerikanischen Studie zur Folge rangiert Auerbachs Keller unter den zehn bekanntesten Gaststätten der Welt derzeit auf Rang fünf.

 

Herausgeber:

Auerbachs Keller Leipzig

Rothenberger Betriebs GmbHGrimmaische Straße 2-4

04109 Leipzig

http://www.auerbachs-keller-leipzig.de/

 

Kontakt:

Katharina Schaller

Telefon 0341-2161015

Fax 0341-2161026

k.schaller@auerbachs-keller-leipzig.de

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